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IF Comp 2023

Geschrieben um 08:23 am 07.10.2023 | Zitat | Editieren | Löschen
Hannes
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Prof Gumby
Beiträge: 558

Wie üblich sind es viel zu viele Spiele, um alle zu probieren. Gibt es schon Empfehlungen?

Was mir aufgefallen ist:

  • Arthur DiBianca ist wieder dabei mit The Vambrace of Destiny
  • Barcarolle in Yellow werde ich wohl probieren müssen
  • Bright Brave Knight Knave von Andrew Schultz wird wahrscheinlich wieder super durchdacht, aber völlig unspielbar für mich sein. Seine Spiele treiben mich in den Wahnsinn, sind immer gut gemacht.
  • Artful Deceit hat eine schöne Aufmachung
  • Eat the Eldritch ist wohl Fischstäbchen? Olaf?
  • Ein mir unbekannter Autor hat sich tatsächlich an Milliways versucht. Halte ich für riskant angesichts des legendären Status von Infocoms Projekt.
Geschrieben um 04:32 am 08.10.2023 | Zitat | Editieren | Löschen
Olaf
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Master Gumby
Beiträge: 87

Hannes:

  • Eat the Eldritch ist wohl Fischstäbchen? Olaf?

Ja, das ist richtig.

Bisher bin ich noch nicht dazu gekommen, eins der anderen Spiele zu spielen und kann daher noch nichts empfehlen. Schreibe aber gerne hier rein, sobald sich das ändert.

Deine Auswahl klingt gut und interessant!

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Bearbeitet von Olaf um 05:54 am 08.10.2023
Geschrieben um 23:14 am 02.11.2023 | Zitat | Editieren | Löschen
Olaf
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Master Gumby
Beiträge: 87

Ich bin immer noch nicht dazu gekommen, mir irgendwas näher anzusehen, aber offenbar sind

  • Honk! von Alex Harby und
  • Assembly von Ben Kirwin

vielversprechende Spiele, was ich darüber mitbekommen habe.

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Bearbeitet von Olaf um 23:15 am 02.11.2023
Geschrieben um 22:18 am 07.11.2023 | Zitat | Editieren | Löschen
Jens Leugengroot
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Pupil Gumby
Beiträge: 12

Mein persönlicher Favorite ist bislang Lake Adventure

Geschrieben um 08:27 am 20.11.2023 | Zitat | Editieren | Löschen
Hannes
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Prof Gumby
Beiträge: 558

Ergebnisse

Erster Eindruck: Wieder weniger durchschnittliche Stimmanzahl als Teilnehmer. Leichtes Plus im Vergleich zum Negativjahr 2020. Aber insgesamt ist der Niedergang wohl nicht mehr aufzuhalten. Ich habe, wie erwartet, mal wieder kein einziges Spiel gespielt.

Geschrieben um 22:03 am 20.11.2023 | Zitat | Editieren | Löschen
Hannes
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Prof Gumby
Beiträge: 558

Trotz der mäßigen Platzierung habe ich Barcarolle in Yellow nun angeworfen.

Vom gleichen Autoren habe ich bereits in früheren Jahren Pilgrimage, Ariadne in Aeaea und 1958: Dancing with Fear gespielt. Die ersten beiden haben keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Vom ersten erinnere ich mich nur noch, dass man durch einmalige Richtungsangabe mal eben zwischen ganzen Kontinenten sprang. Bzgl. beider habe ich alte Notizen, die auf dünne Implementierung und uninteressante Geschichten hindeuten. Der 50er-Jahre-Film-Noir hatte da schon deutlich mehr Charakter. Aber auch dort habe ich mir die schwache Implementierung notiert.

Nun ist selbst das letzte dieser drei bereits sechs Jahre her. Trotzdem ist Barcarolle nicht wirklich besser. Eher schwächer, wenn mir mein Gedächtnis da keinen Streich spielt. Interaktion findet fast nicht statt. Weite Abschnitte berauben mich der Kontrolle über die Protagonistin, die einfach allein handelt, oder aber, weil nichts implementiert ist. Beispielhaft sei das Bad des Hotelzimmers genannt. Das Spiel insistiert, ich dürfe das nur nackt betreten. Warum? Weil der Autor anscheinend zu faul war, ein Bad zu implementieren. Betritt man es, geht man in die Badewanne. Weil das eben das ist, was er möchte, dass die Spieler es tun. Nun könnte man behaupten: All das Herumspielen mit der Zahnbürste, der Toilette, dem Schminkspiegel usw. würde nur das Erzähltempo kaputtmachen. Mag sein. Doch damit muss man zum gewissen Maße leben in interaktiven Erzählungen.

Durch die starke Verengung aufs vom Autoren gewollte ist die Spielzeit kurz. Trotzdem bin ich auf haufenweise Formulierungsschwächen gestoßen. Worte, die das Spiel selbst benutzt, aber nicht von ihm verstanden werden. Spitzfindigkeiten, wo äquivalente Lösungen nicht akzeptiert werden (bitte den Schal wegwerfen; ausziehen und einstecken reicht nicht).

Beides deutet darauf hin, dass einfach nicht genug Zeit investiert wurde.

Erzählerisch verspricht der Einstieg einen Metakommentar auf das Thriller-Kino Italiens der 70er Jahre und seine Fans:

"I love your work."

"You mean, you love to watch me die."

Nur, über die Feststellung, dass das alles höchst voyeuristisch, beherrscht von männlichem Blick und entsprechenden Obsessionen war, kommt das Spiel nicht hinaus.

Ganz gut gelingt dagegen der Erzählstil mit überbordenden Emotionen, voller Adjektive und urplötzlichen Fokussierungen im Stile tiefer Kamerazooms. Die Themen von Realität, Wahrnehmung, Erinnerungen (ob wahr oder trügerisch) treffen ebenfalls ins Schwarze.

Ich bin insofern hin- und hergerissen. Ich würde dieses Spiel gern mögen. Aber kann es nicht. Víctor Ojuel scheint den meinen ähnliche Interessen zu haben. Er schreibt stellenweise wirklich schön. Aber seit zehn Jahren macht er Spiele, die in ihrer Spielbarkeit einfach zu eingeschränkt sind. Was schon leider darauf hindeutet, dass er diesen Standard anscheinend für ausreichend erachtet. Ich bin nicht sicher, ob ich sein nächstes Spiel noch probieren möchte.

Geschrieben um 16:51 am 22.11.2023 | Zitat | Editieren | Löschen
Hannes
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Prof Gumby
Beiträge: 558

Auch wenn es jetzt wie ein Monolog rüberkommt: Ich habe das Spiel doch nochmal angeschmissen. Es steckt schon mehr Varianz in den Möglichkeiten des Spielers und Einfluss auf das Ende drin, als ich zuerst gemerkt habe. Insbesondere das Fake-Ende, bei dem es in echt weitergeht, fand ich einen guten Einfall.

Alles in Allem ist das Setup der drei- oder vierschichtigen Beobachtersituation (Spieler - Stalker - Filmcrew - Protagonistin) sehr durchdacht.

Mein Problem bleibt nur weiterhin, dass die reflektierende Bedeutung, mit der das aufgeladen sein sollte, leider an der dünnen Implementierung zerschellt.

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