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Die Polarstation

Geschrieben um 21:55 am 30.04.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
c64Popeye
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Pupil Gumby
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Hallo an alle, die mein Textadventure "Die Polarstation" gespielt haben.

Ich bitte euch alle Kritik, Anregungen oder sonstiges was ihr zum Spiel sagen wollt hier zu posten.

Ihr könnt mir auch gerne eine lange E-Mail dazu schreiben.

Ich werde nach dem Abstimmungsende zu jedem Post antworten.

Vielen Dank!

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Popeye

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Bearbeitet von c64Popeye um 21:59 am 30.04.2022
Geschrieben um 08:14 am 02.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
Hannes
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Meine kurzen Eindrücke:

Das Spiel ist sehr funtional gebaut. Ich hatte niemals Probleme zu wissen, was als nächstes zu tun ist, oder wie ich da rangehen sollte. Die Karte ist, anders als in vielen originalen Spielen der C64-Ära, zum Glück überschaubar und nicht absichtlich verwirrend gebaut. Vielen Dank! Die Rätsel sind ebenfalls logisch.

Damit verbindet sich jedoch die erste leichte Enttäuschung. Die Rätsel sind logisch, aber auch offensichtlich. Schwierige, aber trotzdem logische Rätsel sind nicht einfach zu designen. Zwischen offensichtlich und schwierig gibt es noch die nicht unumstrittene Variante der Vernebelung der eigentlich offensichtlichen Lösung, beispielsweise durch mehr Objekte zum Ausprobieren oder das Verstecken mancher. Da bin ich auch nicht in jedem Fall Fan von, aber in der Polarstation hätte ich es mir schon gewünscht.

Hin- und hergerissen bin ich auch angesichts der automatischen Benutzung mancher Objekte. Einerseits könnte es als nervig empfunden werden, kleinschrittig Offensichtliches einzugeben ("stell lampe an", "binde hund an schlitten"). Andererseits nimmt mir dieser Automatismus das befriedigende Gefühl, etwas selbst gelöst zu haben. Die eigentliche Lösung fand vorher statt, aber das ist dann bereits zeitlich entrückt und emotional unbefriedigend.

Zuguterletzt noch zu der Trennung von Raumbeschreibung und der Liste relevanter Objekte. Früher, bei Scott Adams, fand ich das blöd. Heute, in der Zeit kurzer Aufmerksamkeitsspannen, kann ich dem mehr abgewinnen, wie man mit der Nase auf Dinge gestoßen wird. Es stellt sich dann aber natürlich die Frage, warum man dann die ausformulierten Raumbeschreibungen noch lesen soll.

Geschrieben um 15:28 am 02.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
Herr Rau
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Polarsetting mag ich immer. Und C64 hat mich sentimental gemacht. Das automatische Benutzen hat mich meist nicht gestört, aber nach "untersuche hundefutter" kam dann gleich sehr viel auf einmal, das hat mich irritiert. Atmosphärisch, aber kurz.

Geschrieben um 21:15 am 02.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
c64Popeye
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Hannes:

Das war mein erstes Textadventure, das ich geschrieben habe. Leider war ich sehr spät dran und konnte deshalb auch keine Beta-Tesung von jemand anderem vornehemen lassen. Meine Intension war die Parsertechnik eines Textadventures programmieren zu lernen und habe deshalb einiges ausprobiert.

Meine kurzen Eindrücke:

Das Spiel ist sehr funtional gebaut. Ich hatte niemals Probleme zu wissen, was als nächstes zu tun ist, oder wie ich da rangehen sollte. Die Karte ist, anders als in vielen originalen Spielen der C64-Ära, zum Glück überschaubar und nicht absichtlich verwirrend gebaut. Vielen Dank!

Eine Polarstation ist nun wirklich nicht so groß und das Spiel sollte auch in ca. 90 Min. spielbar sein. Außerdem mag ich keine Labyrinthe, in denen man sich einfach verlaufen kann und nur durch die üblichen Maßnahmen wie liegenlassen von Gegenständen eine Karte davon zeichnen und so den Weg finden kann. Das ist mir zu langweilig. Ich mag auch keine Zufalls-Wege, die sich ständig ändern. Sowas macht ja nur in einem Zauberwald Sinn. Deshalb gibt es so etwas auch nicht in meinem Adventure.

Die Rätsel sind ebenfalls logisch.

Damit verbindet sich jedoch die erste leichte Enttäuschung. Die Rätsel sind logisch, aber auch offensichtlich. Schwierige, aber trotzdem logische Rätsel sind nicht einfach zu designen. Zwischen offensichtlich und schwierig gibt es noch die nicht unumstrittene Variante der Vernebelung der eigentlich offensichtlichen Lösung, beispielsweise durch mehr Objekte zum Ausprobieren oder das Verstecken mancher. Da bin ich auch nicht in jedem Fall Fan von, aber in der Polarstation hätte ich es mir schon gewünscht.

Ich wollte ein einfaches Adventure für Anfänger bzw. ein "Casual Game" schreiben, was auch in ca. 90 Min. spielbar sein sollte. Deshalb gibt es auch keine Lade- und Speicherfunktion im Spiel.

Die Verwendung von vielen "Red Herrings" (also vielen überflüssigen Gegenständen) schien mir in einer verlassenen Polarstation dann doch nicht so glaubwürdig. Einen musste ich dann doch einbauen. :)

Hin- und hergerissen bin ich auch angesichts der automatischen Benutzung mancher Objekte. Einerseits könnte es als nervig empfunden werden, kleinschrittig Offensichtliches einzugeben ("stell lampe an", "binde hund an schlitten"). Andererseits nimmt mir dieser Automatismus das befriedigende Gefühl, etwas selbst gelöst zu haben. Die eigentliche Lösung fand vorher statt, aber das ist dann bereits zeitlich entrückt und emotional unbefriedigend.

Das war eins der Dinge, die ich getestet habe. Hier war ich mir auch nicht sicher ob das gut ankommt. Darüber werde ich wohl nochmal nachdenken müssen.

Zuguterletzt noch zu der Trennung von Raumbeschreibung und der Liste relevanter Objekte. Früher, bei Scott Adams, fand ich das blöd. Heute, in der Zeit kurzer Aufmerksamkeitsspannen, kann ich dem mehr abgewinnen, wie man mit der Nase auf Dinge gestoßen wird. Es stellt sich dann aber natürlich die Frage, warum man dann die ausformulierten Raumbeschreibungen noch lesen soll.

Nun, die nicht-nehmbaren Objekte werden nur in der Raumbeschreibung genannt, die sichtbaren und nehmbaren Gegenstände werden unten aufgelistet. Deshalb muss man die Raumbeschreibung lesen, um z.B. die "Schublade" (die nur in der Raumbeschreibung genannt wird) untersuchen zu können, um so das Messer zu finden, das man braucht, um ein Seil für den Hundeschlitten zu bekommen.

Vielleicht lasse ich die Listen der Gegenstände beim nächsten Adventure weg.

Aufgrund der positiven Bewertung meines Spiels, denke ich über eine Fortsetzung nach.

Mein nächstes Adventure ist also schon in Planung. Wieder mit logischen Rätseln, aber aufgrund des hier doch sehr anspruchsvollen und professionellen Publikums, dann doch mit wesentlich höherem Schwierigkeitsgrad. Bin mal gespannt wie das ankommt.

Nochmal vielen Dank für deine Kommentare und Ansichten.

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Popeye

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Bearbeitet von c64Popeye um 21:15 am 02.05.2022
Geschrieben um 21:24 am 02.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
c64Popeye
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Herr Rau:

Polarsetting mag ich immer. Und C64 hat mich sentimental gemacht.

Ich liebe meinen C64! Der liegt ja voll im Retro-Trend. Das nächste Spiel wird auch für den C64. Wird aber nicht am Nordpol spielen.

Das automatische Benutzen hat mich meist nicht gestört, aber nach "untersuche hundefutter" kam dann gleich sehr viel auf einmal, das hat mich irritiert.

Was meinst du mit "kam dann gleich sehr viel auf einmal" genau?

Atmosphärisch,

Das war mir auch wichtig.

aber kurz.

Wie gesagt, das war mein erstes Textadventure, das ich in Basic geschrieben habe und ich hatte deshalb mit dem Speicherplatz des C64 zu kämpfen.

Auch dir vielen Dank für deine Kommentare.

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Popeye

Geschrieben um 21:34 am 02.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
Hannes
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Also, wenn das Spiel tatsächlich ungetestet war, dann nochmal Hut ab! Ich fand es technisch völlig solide. Das einzige dreiminütige Problem, dem ich mich entsinne, war eine Formulierungsschwierigkeit beim Öffnen des Zwingers und dem Füttern.

Geschrieben um 21:40 am 02.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
c64Popeye
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Hannes:

Also, wenn das Spiel tatsächlich ungetestet war, dann nochmal Hut ab! Ich fand es technisch völlig solide. Das einzige dreiminütige Problem, dem ich mich entsinne, war eine Formulierungsschwierigkeit beim Öffnen des Zwingers und dem Füttern.

Vielen Dank!:)

Um's genau zu sagen, habe ich bis ca. 1 Std. vor Abgabeschluss noch den Schluss geschrieben. Ich glaube auch, dass ich wirklich der letzte bei der Abgabe war.

Beim nächsten Adventure wird sich sicherlich ein Beta-Tester finden lassen, der dann auch noch genug Zeit zum Testen hat. :)

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Popeye

Geschrieben um 04:57 am 03.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
Herr Rau
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Das einzige dreiminütige Problem, dem ich mich entsinne, war eine Formulierungsschwierigkeit beim Öffnen des Zwingers und dem Füttern.

Bei mir war es kürzer, aber auch das das einzige Problem. Aber mit "untersuche hundefutter" ging der Käfig dann quasi von alleine auf, wenn ich mich richtig erinnere. Dabei wollt eich doch erst einmal nur das Hundefutter untersuchen.

Geschrieben um 11:00 am 03.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
Hannes
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Zur Spielzeit:

Ich wollte ein einfaches Adventure für Anfänger bzw. ein "Casual Game" schreiben, was auch in ca. 90 Min. spielbar sein sollte.

Also nur mal zur Einordnung: Ich habe insgesamt so 15 Minuten gebraucht (inklusive drei Minuten am Zwinger), bin aber natürlich kein Anfänger. Wenn du ein Spiel für "Experten" machst, dann verkleinert sich deine Zielgruppe von zehn auf drei ;)

Inhaltlich ist mir übrigens nicht klargeworden, warum ein Hund in einer verlassenen Station ist. Wer hat ihn dort zurückgelassen und warum? Und da er ja noch lebt, kann es nicht so lange her sein, dass die Bewohner fortgegangen sind. Das schien mir nicht mit dem Einleitungstext zusammenzupassen.

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Bearbeitet von Hannes um 11:01 am 03.05.2022
Geschrieben um 19:39 am 03.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
c64Popeye
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Herr Rau:

Aber mit "untersuche hundefutter" ging der Käfig dann quasi von alleine auf, wenn ich mich richtig erinnere. Dabei wollt eich doch erst einmal nur das Hundefutter untersuchen.

OK, das kann ich nachvollziehen. Du hast den Hundefuttersack nicht gleich in der Küche untersucht, sondern erst nachdem du den Hundefuttersack mitgenommen hast und den Balken im Hundezwinger beiseite geschoben hast.

Dann passiert da natürlich einiges auf einmal.

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Popeye

Geschrieben um 19:42 am 03.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen | Anhang löschen
c64Popeye
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Hannes:

Also nur mal zur Einordnung: Ich habe insgesamt so 15 Minuten gebraucht (inklusive drei Minuten am Zwinger), bin aber natürlich kein Anfänger. Wenn du ein Spiel für "Experten" machst, dann verkleinert sich deine Zielgruppe von zehn auf drei ;)

OK, dann nur für DREI ! Dann wird's aber richtig schwer ! Ich hab schon einige Ideen.

Inhaltlich ist mir übrigens nicht klargeworden, warum ein Hund in einer verlassenen Station ist. Wer hat ihn dort zurückgelassen und warum?

Einfach beim Auszug im kaputten Hundezwinger vergessen worden.

Und da er ja noch lebt, kann es nicht so lange her sein, dass die Bewohner fortgegangen sind. Das schien mir nicht mit dem Einleitungstext zusammenzupassen.

Doch, passt mit Einleitungstext zusammen. Siehe Bild - "gestern"

Anhang: *****
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Popeye

Geschrieben um 21:06 am 03.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
Hannes
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c64Popeye:

Und da er ja noch lebt, kann es nicht so lange her sein, dass die Bewohner fortgegangen sind. Das schien mir nicht mit dem Einleitungstext zusammenzupassen.

Doch, passt mit Einleitungstext zusammen. Siehe Bild - "gestern"

Danke für die Korrektur – habe ich falsch gelesen :)

Geschrieben um 17:56 am 04.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
StJohn Limbo
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Was mir gut gefallen hat:

  • Ich habe zwar selbst früher keinen C64 gehabt (bin später mit einem IBM-kompatiblen PC in die Computerei eingestiegen), aber habe ab und zu bei einem Kumpel auf einem gezockt; ein gewisses nostalgisches Gefühl kam durch dieses Spiel auf, das war schön.

  • stimmungsvoller Intro-Text, der motiviert und einen gleich in medias res wirft

  • das Setting ist cool (im wahrsten Sinne des Wortes, harhar) :D

  • klare Ziele (wie Hannes schon sagte)

  • alles gut lösbar, keine Frustration durch Steckenbleiben (aber etwas zu einfach)

  • Parser funktioniert grundsätzlich

Was ich verbesserungswürdig fände:

  • Ich fand das Spiel etwas zu leicht und vor allem zu kurz, schließe mich da Hannes und Martin an. Es müssen von mir aus auch gar nicht immer superknackige Rätsel sein, es wäre auch okay, einfach mehr von den leichten Rätseln zu haben, und mehr zu entdecken (in verschlossene oder versteckte Räume reinkommen, Kisten aufbrechen, versteckte Vorräte entdecken, Geräte/Maschinen wieder zum Laufen bringen, Schlitten reparieren, unterwegs ein Zelt oder Iglu improvisieren, ein Feuer machen, sowas alles).

  • vllt. mehr Atmosphäre reinbringen, z.B. mehr Räume/Gegenstände, ausführlichere Beschreibungen, eine alte Tagebuch-/Log-Seite, andere persönliche Hinterlassenschaften der letzten Stationsbesatzung

  • es kommt nach dem dramatischen Intro dann später im Spiel trotz der lebensfeindlichen Umgebung nicht unbedingt ein Gefühl von Gefahr und Dringlichkeit auf

  • es gab leider doch so einige Tippfehler/Flüchtigkeitsfehler, u.a.:

    langehegter -> langgehegter
    riessige -> riesige
    Um zu Ueberleben muss Du -> Um zu ueberleben, musst Du
    Die Station eindeutig verlassen aus. -> Die Station sieht eindeutig verlassen aus.

(und einige mehr, ich schicke dir noch eine PN oder Mail); alles absolut nicht schlimm, aber es stört eben doch immer ein kleines bisschen den Lesefluss

  • Kleinigkeiten:

  • es wäre schön, wenn man "untersuche" durch "u" abkürzen könnte (ich hab es dann durch "unter" abgekürzt)

  • die Eingangstür der Station wird im Ausgabetext von "untersuche tuer" als "weit geoeffnet" beschrieben, aber tatsächlich ist sie geschlossen (wie es auch korrekt in der Raumbeschreibung heißt)

  • schade, dass man sich nicht auf die Couch setzen kann

  • Layout: es sähe besser aus, wenn ein Leerzeichen hinter "Was nun?" käme

  • es wäre gut, wenn man mit Pfeil-nach-oben die vorige Befehlszeile an den Prompt holen könnte (wie sonst meistens in Terminals und Interpretern)

  • warum legt man Dinge immer erst ab, um sie untersuchen zu können? (aber okay, es stört auch nicht unbedingt, da man sie danach ja auch automatisch wieder aufnimmt)

    "Du nimmst den Gegenstand zur Untersuchung aus Deiner Tasche. Du legst Taschenlampe ab. (...) Du nimmst Taschenlampe."

"Neutrale" Anregungen/Überlegungen:

  • Schade, dass man Hektor, den Husky, nicht streicheln kann oder generell noch mehr mit ihm interagieren kann und gemeinsam Abenteuer erleben kann

  • In dem gegebenen Szenario würde sich eine Form von Ressourcenmanagement anbieten (Nahrung, Hundefutter, Brennstoff). Ich bin im Allgemeinen nicht unbedingt ein Riesenfan von Hunger-Timern u.ä., weil sie manchmal eher eine lästige Pflichtübung sind als ein interessantes Puzzle. Aber hier könnte etwas in der Art eigentlich gut reinpassen, wenn das Spiel länger wäre.

Fazit:

Dass die Liste der "verbesserungswürdigen" Dinge rein optisch länger ist als die erste Liste, ist nicht so zu verstehen, dass das Negative überwiegen würde! Es ist nur einfach eine Auflistung verschiedener oft kleinerer Dinge, die ich bemängeln würde, und die hoffentlich als hilfreiches Feedback in die Planung weiterer Abenteuer einfließen können.

Insgesamt fand ich es wie gesagt zu kurz, aber es hat mir Spaß gemacht!

Auf jeden Fall Glückwunsch zu deinem ersten Text-Adventure, und besonders dazu, es von Grund auf selbst geschrieben zu haben. Ich freu mich drauf, was du als nächstes ausheckst! :D

-- Michael

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Bearbeitet von StJohn Limbo um 17:59 am 04.05.2022
Geschrieben um 06:34 am 05.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
c64Popeye
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StJohn Limbo:

Was mir gut gefallen hat:

  • Ich habe zwar selbst früher keinen C64 gehabt (bin später mit einem IBM-kompatiblen PC in die Computerei eingestiegen), aber habe ab und zu bei einem Kumpel auf einem gezockt; ein gewisses nostalgisches Gefühl kam durch dieses Spiel auf, das war schön.

  • stimmungsvoller Intro-Text, der motiviert und einen gleich in medias res wirft

  • das Setting ist cool (im wahrsten Sinne des Wortes, harhar) :D

  • klare Ziele (wie Hannes schon sagte)

  • alles gut lösbar, keine Frustration durch Steckenbleiben (aber etwas zu einfach)

  • Parser funktioniert grundsätzlich

Vielen Dank!

Was ich verbesserungswürdig fände:

  • Ich fand das Spiel etwas zu leicht und vor allem zu kurz, schließe mich da Hannes und Martin an. Es müssen von mir aus auch gar nicht immer superknackige Rätsel sein, es wäre auch okay, einfach mehr von den leichten Rätseln zu haben, und mehr zu entdecken (in verschlossene oder versteckte Räume reinkommen, Kisten aufbrechen, versteckte Vorräte entdecken, Geräte/Maschinen wieder zum Laufen bringen, Schlitten reparieren, unterwegs ein Zelt oder Iglu improvisieren, ein Feuer machen, sowas alles).

  • vllt. mehr Atmosphäre reinbringen, z.B. mehr Räume/Gegenstände, ausführlichere Beschreibungen, eine alte Tagebuch-/Log-Seite, andere persönliche Hinterlassenschaften der letzten Stationsbesatzung

  • es kommt nach dem dramatischen Intro dann später im Spiel trotz der lebensfeindlichen Umgebung nicht unbedingt ein Gefühl von Gefahr und Dringlichkeit auf

  • es gab leider doch so einige Tippfehler/Flüchtigkeitsfehler, u.a.:

    langehegter -> langgehegter
    riessige -> riesige
    Um zu Ueberleben muss Du -> Um zu ueberleben, musst Du
    Die Station eindeutig verlassen aus. -> Die Station sieht eindeutig verlassen aus.

(und einige mehr, ich schicke dir noch eine PN oder Mail); alles absolut nicht schlimm, aber es stört eben doch immer ein kleines bisschen den Lesefluss

Meine E-Mail:

CreatingAnAdventurePopeye@gmail.com

  • Kleinigkeiten:
  • es wäre schön, wenn man "untersuche" durch "u" abkürzen könnte (ich hab es dann durch "unter" abgekürzt)

Ich habe die Parsertechnik schon auf 12 Richtungen programmiert, also auch "gehe nach unten". Das kommt zwar in der Polarstation nicht vor, ist aber möglich wenn ich die Map kurz ändere, und ist schon für das nächste Spiel eingeplant. "untersuchen" untersheidet sich von "unten" erst im 5. Buchstaben - deshalb geht erst die Abkürzung "unter". Im nächsten Spiel werde ich versuchen die verschiedene wichtige Kommandos mit einem Buchstaben klar unterscheidbar zu anderen Kommandos zu ermöglichen.

  • die Eingangstür der Station wird im Ausgabetext von "untersuche tuer" als "weit geoeffnet" beschrieben, aber tatsächlich ist sie geschlossen (wie es auch korrekt in der Raumbeschreibung heißt)

ist mir nach Abgabe auch aufgefallen.

  • schade, dass man sich nicht auf die Couch setzen kann

Daran hatte ich nicht gedacht.

  • Layout: es sähe besser aus, wenn ein Leerzeichen hinter "Was nun?" käme

Ja, wird geändert.

  • es wäre gut, wenn man mit Pfeil-nach-oben die vorige Befehlszeile an den Prompt holen könnte (wie sonst meistens in Terminals und Interpretern)

Super idee!

  • warum legt man Dinge immer erst ab, um sie untersuchen zu können? (aber okay, es stört auch nicht unbedingt, da man sie danach ja auch automatisch wieder aufnimmt)

    "Du nimmst den Gegenstand zur Untersuchung aus Deiner Tasche. Du legst Taschenlampe ab. (...) Du nimmst Taschenlampe."

Vielen Dank für die detailierte Aufzählung und den Ideen!

"Neutrale" Anregungen/Überlegungen:

  • Schade, dass man Hektor, den Husky, nicht streicheln kann oder generell noch mehr mit ihm interagieren kann und gemeinsam Abenteuer erleben kann

  • In dem gegebenen Szenario würde sich eine Form von Ressourcenmanagement anbieten (Nahrung, Hundefutter, Brennstoff). Ich bin im Allgemeinen nicht unbedingt ein Riesenfan von Hunger-Timern u.ä., weil sie manchmal eher eine lästige Pflichtübung sind als ein interessantes Puzzle. Aber hier könnte etwas in der Art eigentlich gut reinpassen, wenn das Spiel länger wäre.

Fazit:

Dass die Liste der "verbesserungswürdigen" Dinge rein optisch länger ist als die erste Liste, ist nicht so zu verstehen, dass das Negative überwiegen würde! Es ist nur einfach eine Auflistung verschiedener oft kleinerer Dinge, die ich bemängeln würde, und die hoffentlich als hilfreiches Feedback in die Planung weiterer Abenteuer einfließen können.

Insgesamt fand ich es wie gesagt zu kurz, aber es hat mir Spaß gemacht!

Auf jeden Fall Glückwunsch zu deinem ersten Text-Adventure, und besonders dazu, es von Grund auf selbst geschrieben zu haben. Ich freu mich drauf, was du als nächstes ausheckst! :D

-- Michael

Vielen, vielen Dank für die Lorbeeren. Ich freue mich schon auf deine E-Mail.

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Popeye

Geschrieben um 13:02 am 05.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
StJohn Limbo
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c64Popeye:

Ich habe die Parsertechnik schon auf 12 Richtungen programmiert, also auch "gehe nach unten". Das kommt zwar in der Polarstation nicht vor, ist aber möglich wenn ich die Map kurz ändere, und ist schon für das nächste Spiel eingeplant. "untersuchen" untersheidet sich von "unten" erst im 5. Buchstaben - deshalb geht erst die Abkürzung "unter". Im nächsten Spiel werde ich versuchen die verschiedene wichtige Kommandos mit einem Buchstaben klar unterscheidbar zu anderen Kommandos zu ermöglichen.

Ah, das hab ich mir gedacht. Ja, ich weiß nicht, ob es dafür eine wirklich gute Lösung gibt. Ich würde da, wo es Konflikte zwischen den möglichen Abkürzungen gibt, das Nützlichere/Häufigere bevorzugen, also typischerweise u für untersuche. Das hat auch noch den Vorteil, dass es der Konvention in deutschen Inform-Spielen (und anderen?) entspricht, und damit den Ein-/Umstieg für Spieler leichter macht.

(Der Nachteil, dass "unten" dann nicht abgekürzt werden kann, anders als die Himmelsrichtungen, ist nicht allzu schlimm, finde ich, denn "unten" wird ja viel seltener gebraucht, außerdem ist es ausgeschrieben kürzer als "untersuche", und zuguterletzt geht es im Deutschen ja sowieso nicht komplett auf mit den Abkürzungen; denn O ist ja für Osten reserviert, also hat "oben" auch keine (1-buchstabige) Abkürzung.)

Vielen Dank für die detailierte Aufzählung

Vielen, vielen Dank für die Lorbeeren. Ich freue mich schon auf deine E-Mail.

Sehr gern geschehen, und dir Danke für das Spiel! Die Mail ist unterwegs.

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Bearbeitet von StJohn Limbo um 13:03 am 05.05.2022
Geschrieben um 16:48 am 05.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
Martin
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[...] und zuguterletzt geht es im Deutschen ja sowieso nicht komplett auf mit den Abkürzungen; denn O ist ja für Osten reserviert, also hat "oben" auch keine (1-buchstabige) Abkürzung.

Viele Spiele verwenden H für gehe hoch und R für gehe runter.

Geschrieben um 17:43 am 05.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
Hannes
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Kleinigkeiten: es wäre schön, wenn man "untersuche" durch "u" abkürzen könnte (ich hab es dann durch "unter" abgekürzt)

Ich habe die Parsertechnik schon auf 12 Richtungen programmiert, also auch "gehe nach unten". Das kommt zwar in der Polarstation nicht vor, ist aber möglich wenn ich die Map kurz ändere, und ist schon für das nächste Spiel eingeplant. "untersuchen" untersheidet sich von "unten" erst im 5. Buchstaben - deshalb geht erst die Abkürzung "unter". Im nächsten Spiel werde ich versuchen die verschiedene wichtige Kommandos mit einem Buchstaben klar unterscheidbar zu anderen Kommandos zu ermöglichen.

Eventuell "b" für "betrachten"?

Geschrieben um 21:24 am 05.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
c64Popeye
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Martin:

[...] und zuguterletzt geht es im Deutschen ja sowieso nicht komplett auf mit den Abkürzungen; denn O ist ja für Osten reserviert, also hat "oben" auch keine (1-buchstabige) Abkürzung.

Viele Spiele verwenden H für gehe hoch und R für gehe runter.

Ja, das ist auch noch so ein Problem.

rein, raus, runter

hinein, hinauf, heraus, herunter

und einige mehr...

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Popeye

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Bearbeitet von c64Popeye um 21:37 am 05.05.2022
Geschrieben um 21:37 am 05.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
c64Popeye
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Hannes:

Kleinigkeiten: es wäre schön, wenn man "untersuche" durch "u" abkürzen könnte (ich hab es dann durch "unter" abgekürzt)

Ich habe die Parsertechnik schon auf 12 Richtungen programmiert, also auch "gehe nach unten". Das kommt zwar in der Polarstation nicht vor, ist aber möglich wenn ich die Map kurz ändere, und ist schon für das nächste Spiel eingeplant. "untersuchen" untersheidet sich von "unten" erst im 5. Buchstaben - deshalb geht erst die Abkürzung "unter". Im nächsten Spiel werde ich versuchen die verschiedene wichtige Kommandos mit einem Buchstaben klar unterscheidbar zu anderen Kommandos zu ermöglichen.

Eventuell "b" für "betrachten"?

"Betrachten" geht in der Polarstation auch. Hat nur das gleiche Problem wie "untersuche".

Wie gesagt, das sollte beim nächsten mal mit eindeutig zugewiesenen 1-buchstabigen Kommandos besser sein.

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Popeye

Geschrieben um 21:13 am 27.05.2022 | Zitat | Editieren | Löschen
c64Popeye
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StJohn Limbo:

... Das hat auch noch den Vorteil, dass es der Konvention in deutschen Inform-Spielen (und anderen?) entspricht, und damit den Ein-/Umstieg für Spieler leichter macht.

Gibt es irgendwo eine Liste der wichtigsten ein-buchstabigen Kommandos? wie z.B.

i = inventar

u = untersuche

b = betrachten

N, S, O, W, NW, NO, SW, SO, R, H, Rein, Raus = Richtungen

...

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Popeye

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Bearbeitet von c64Popeye um 21:14 am 27.05.2022
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